Digitalisierung ist auch eine Kultur-Frage

Warum kommen so viele Digitalisierung-Vorhaben nicht so richtig voran? Weil Digitalisierung eben nicht nur die Suche nach technischen Lösungen ist, sondern vor allem die Kultivierung eines Innovations-unterstützenden Umfelds.

Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie von Capgemini, die insbesondere eine große Diskrepanz bei der „Digital-Affinität“ und der Wahrnehmung einer „Innovationskultur“ zwischen TOP-Management und Rest der Belegschaft feststellt.

Wer eine deutliche Aktivierung der Innovationsfähigkeit anstrebt, wird gleichzeitig die Management-Kultur und Management-Organisation ändern müssen. Oder wie es schon Albert Einstein formulierte:

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. 

Vielleicht fällt es manchen im Management schwer, sich von alten Gewohnheiten zu trennen, vielleicht ist es manchmal auch ein Mangel an methodischem Know-how, den Wandel umzusetzen.

Wichtig ist ggf. beides zu erkennen und daran zu arbeiten.

Etwas mehr digitales Selbstvertrauen bitte!

Die Sorge, dass uns US-Firmen in der Digitalisierung uneinholbar abgehängt hätten, hört man öfter. Dabei werden zwei Dinge übersehen:

  1. Es ist immer möglich auf den bestehenden Technologien, mit neuen Ideen aufzusetzen. Die hohe Dynamik der digitalen Entwicklung lässt dabei den Raum, sich in den neu entwickelnden Märkten  zu behaupten.
  2. Immer wieder ist zu beobachten, dass nicht der erste Pionier den entstehenden Markt dominiert, sondern ein Nachfolger, der die Fehler des unerfahrenen Pioniers vermeidet und sich gleich besser aufstellt. (Obwohl beispielsweise AltaVista als Suchmaschine zuerst erfolgreich am Markt war, dominiert aktuell doch Google den Markt für Online-Suche)

Im Interview der FAZ mit dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Reimund Neugebauer

„WIR KÖNNEN DEM SILICON VALLEY PAROLI BIETEN“

wird aufgezeigt, wie eine solche Neu-Positionierung durch kooperative Ansätze im Industriebereich gelingen kann.

In diesen Sinne sollten sich alle ermutigt fühlen, die Herausforderungen der digitalen Transformation anzunehmen und sich mit ihr auseinanderzusetzen!

Herausfordernde Prognose für die Banken

Stirbt das Privatkundengeschäft in diesem Jahrzehnt?

Bezugnehmend die Singularity Univerity’s Exponential Finance Conference in New York, wurde gerstern in LinkedIn von Thorsten Linz eine interessante Diskussion angestoßen:

Within a Decade, Retail Banks will be Dead

lautete die Überschrift. Wortwörtlich darf man sie freilich nicht nehmen: Nicht das Privatkundengeschäft stirbt, sondern die Art wie es abgewickelt wird. Genau genommen werden viele nachvollziehbare Argumente angeführt, warum die klassische Filiale aussterben wird. Die Herausforderung wird darin bestehen, die Erwartungen an eine zeitgemäße „Customer Journey“ zwischen Smart Device und persönlichem Kontakt zu finden.

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Berlin ist Start-Up Spitze

Die Welt schreibt: “

DAS MENSCHLICHERE SILICON VALLEY LIEGT IN DEUTSCHLAND

und meint damit Berlin. Silicon Valley liegt also an der Spree …. :-)

Man muss schon genauer hinsehen, um das alte Urstromtal in Berlin zu entdecken, das den Begriff eines „Valleys“ rechtfertigen würde. Die neue Gründer-Szene ist hingegen offensichtlich. Überall sprießen Think-Tanks und Innovation-Labs aus dem Boden, siedeln sich Gründer und Kreative an und werden Forschungskooperationen verkündet. Sie alle lassen sich vom 7/24 Puls der weltoffenen und toleranten Metropole Berlin für ihre neuen Geschäftsmodelle inspirieren. Zahlen belegen es aktuell. Berlin und London ziehen europaweit das meiste Gründungskapital an.

Es hat sich herumgesprochen, dass in Berlin das Gründungsumfeld stimmt. Lehre, Wissenschaft und Forschung trifft auf Lebensgefühl und Aufgeschlossenheit. Die Wege zu Politik und zu Spitzenverbänden sind kurz. Der Senat bemüht sich mit verschiedenen Förderinitiativen die Innovationswirtschaft zu stärken, in dem er KMUs, Kooperationen und Netzwerke unterstützt.

Sie wollen von diesem Boom in Berlin profitieren und benötigen eine ortskundige „Innovations-Repräsentanz“? Sprechen Sie uns an! Digitaler-Beirat-as-a-Service unterstützt verschiedene Modelle der Beratung,  des Kooperations- Scouting oder der Netzwerk-Organisation.

Digital Workplace am 21. April

Alexander Kluge organisierte am 21. April  das 2. Meetup Digital Workplace:

Das Ende der Hierarchie? Neue Organisationsmodelle der Zukunft

Die interessanten Vorträge machten eindrücklich deutlich: die alten Formen des Managements nach Gutsherrenart oder nach Zahlen sind nicht geeignet, die jungen Kreativen zu motivieren, die für die digitale Transformation so dringend benötigt werden. Und auch die anderen Mitarbeiter werden durch sie nicht in dem Maße entfaltet, wie es möglich wäre.

Doch auch auch die Abschaffung von Hierarchie ist kein Allheilmittel. Wie so häufig geht es im wahrsten Sinne des Wortes „ums Ganze“ – um die Kultur, das Geschäftsmodell, um Wertschätzung sowie das Lernen und Sammeln von Erfahrungen.

Digitaler Wandel erreicht die Pizza-Branche

Einer Studie von Aaron D. Allen zufolge, hat der digitale Wandeln nun auch die Pizza-Branche mit voller Wucht erreicht – zumindest in den USA.  Demnach haben die traditionellen Pizza-Restaurants 21% Marktanteil verloren, während allein die drei größten Pizza-Ketten ihren Marktanteil auf 15% ausbauen konnten. Bestellportale wie UberEats, Caviar, Postmates and DoorDash sollen ihre Umsätze im letzten Jahr vervierfacht haben.

HOW TECH IS KILLING OFF INDEPENDENT PIZZERIAS

Niemand sollte sich in seinem Markt vor der digitalen Veränderung sicher fühlen…

The Biology of Corporate Survival

Die These, dass uns biologische Prinzipien helfen können, Wirtschaftsunternehmen erfolgreicher zu managen, inspirierte mich bereits im Jahr 2013 zu meinem Buch „Bio-Logisch Managen“ (erschienen im Nicolai Verlag). In  Anbetracht disruptiver Marktveränderungen vertreten nun zwei TOP-Berater der Bosten Consulting Group und ein Professor der Princten University die gleiche These im renommierten Harvard Business Review.

Sie verweisen auf die hohe und zunehmende „Sterberate“ von Unternehmen und nehmen dies zum Anlass, sich über nachhaltigeres Management Gedanken zu machen.

… we investigated the longevity of more than 30,000 public firms in the United States over a 50-year span. The results are stark: Businesses are disappearing faster than ever before. Public companies have a one in three chance of being delisted in the next five years, whether because of bankruptcy, liquidation, M&A, or other causes. That’s six times the delisting rate of companies 40 years ago. …

And the rise in mortality applies regardless of size, age, or sector. Neither scale nor experience guards against an early demise. …

We believe that companies are dying younger because they are failing to adapt to the growing complexity of their environment. …

How, then, can companies flourish and persist? Our research at the intersection of business strategy, biology, and complex systems focuses on what makes such systems—from tropical forests to stock markets to companies themselves—robust.

Obwohl die Autoren ihre Erkenntnisse etwas plakativ in sechs Kernthesen zusammenfassen (und damit einige wichtige Prinzipien unerwähnt lassen)  sind Ihre Schlussfolgerungen richtig und wichtig und lesenswert

Harvard Business Review Weiterlesen …

Bio-Logisch-Managen

Wenn die digitalen Dämme brechen …

Unternehmen stehen vor grundlegenden Veränderungen, aber viele sind noch unzureichend aufgestellt. Wie Chief Digital Officer und Digitale Beiräte helfen.

Immer dann, wenn eine Technologie grundlegend neue Möglichkeiten zur Verfügung stellt, brechen irgendwann die Dämme der „Old-Economy“ und überfluten Wirtschaft und Gesellschaft.

Ist das Internet der nächste große „Marktumwälzer“? Einiges spricht dafür. Die umfassende Verfügbarkeit von Informationen bietet das Potenzial für völlig neue Service-, Erfahrungs- und Interaktions-Produkte.

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Innovations AG: Siemens gründet Digitalen Beirat

Siemens will verstärkt von Startups lernen – und nicht länger technologische Trends verschlafen. Ein Teil der der Strategie: Die Gründung eines digitalen Beirats:

Technologische Trends möchte das Unternehmen ebenfalls nicht länger verschlafen. Dafür hat Siemens einen Beirat mit renommierten Wissenschaftlern gegründet. Darin sitzt etwa Steven Chu, Physiknobelpreisträger und ehemaliger US-Energieminister. „Wir leben nun einmal in einer Zeit, wo eine neue Entwicklung wie ein Tsunami über einen hinwegfegt“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme. Das neue Gremium soll ein Frühwarnsystem für technologische Umbrüche sein.

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