Studien: Verschläft Deutschland die digitale Revolution?

Zwei Studien zeigen deutlich, dass deutsche Unternehmen die Herausforderungen der digitalen Transformation nur zögerlich angehen.

Die Studie der CSC zeigt deutlich, dass im Ländervergleich D-A-CH sich die deutschen  Unternehmen am wenigsten auf die digitale Transformation vorbereiten. So heißt es zu der Studie im Blog IT Rebellen:

Für 68 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die digitale Transformation den Wettbewerb bereits verändert. Gut jede fünfte Firma rechnet als Folge bis 2020 mit einer neuen Marktlage. Überraschend: 61 Prozent verfügen nicht einmal über ein Strategiepapier, um die Digitalisierung konkret anzugehen. Deutschland hält bei der „Digitalen Agenda“ die rote Laterne.

Wie die Umfrage zeigt, ist die Schweiz im Ländervergleich mit der Planungsphase am weitesten fortgeschritten. Knapp jedes zweite Schweizer Unternehmen (48%) hat bereits eine digitale Agenda verabschiedet. In Österreich sind es 42 Prozent und Deutschland 35 Prozent.

Spannend dabei: Sich selbst schätzen die deutschen Unternehmen allerdings am fortschrittlichsten ein.

Passend dazu veröffentlichte der Berliner Tagesspiegel den Weckruf an die deutsche Wirtschaft in einem 10-Länder-Vergleich, bei dem auch China an Deutschland vorbeigezogen ist:

Zu langsam und zu wenig sichtbar – die Autoren einer neuen Studie stellen der deutschen Wirtschaft in puncto Digitalisierung ein verheerendes Zeugnis aus. Die logische Folge: Im Vergleich der zehn führenden Industrieländer fällt Deutschland um einen Platz auf den sechsten Rang zurück.

Die Bundesregierung reagiert betreten auf die Ergebnisse. „Die Zahlen zeigen, dass bei der Digitalisierung unserer Wirtschaft Luft nach oben ist“, sagte Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am Freitag in Berlin. Die Politik müsse gemeinsam mit der Wirtschaft noch stärkere Anstrengungen unternehmen, „um in Zukunft eine Spitzenposition bei der Digitalisierung zu erreichen“.

Der Tagesspiegel bezieht sich auf das  „Monitoring Wirtschaft Digital“ hervor, den Wirtschaftswissenschaftler des Mannheimer ZEW für die Bundesregierung erstellt haben.

 

Bremst der Datenschutz neue Geschäftsideen aus?

Immer wieder gibt es Stimmen, die beklagen, dass deutsche Unternehmen durch die strengen Datenschutzregeln hierzulande in Sachen neue Geschäftsmodelle ausgebremst werden. Haben es Facebook, Google & Co tatsächlich einfacher?

Unser Experte Folker Scholz hat in der Computerwoche diese Fragestellung genauer erörtert und kommt zu einem überraschenden Ergebnis:

Bremst der Datenschutz neue Geschäftsmodelle aus?

Digital Advisory Boards

Die digitale Agenda ist in aller Munde. Aber wie geht man sie an? Oftmals fehlt es den Unternehmen an Wissen über die neuen Technologien und den sich daraus ergebenen Geschäftsmodellen. Als strategisches Beratungsgremium helfen Digital Advisory Boards, den Vorständen, Geschäftsführungen und Entwicklungsabteilungen digitales Knowhow zur Verfügung zu stellen und als Sparringspartner und Ideengeber den Weg in die digitale Transformation zu unterstützen – schreibt die Computerwoche.

Gründerszene: Die Aufgaben eines CDO

Mc Donald’s, Toyota, Starbucks, Nestlé und L’Oreal haben bereits einen. Zahlreiche deutsche Unternehmen überlegen derzeit, ob sie einen einstellen sollen, andere denken schon wieder darüber nach, ihn abzuschaffen: den Chief Digital Officer, ein Neuzuwachs auf Vorstandsebene.

  • Prozesse: Wie können durch Digitalisierung interne Prozesse effizienter gestaltet werden und welche Voraussetzungen wie Strukturen oder Technologie müssen dafür geschaffen werden?
  • Marketing & Sales: Definition der Digitalstrategie für Marketing, Kommunikation und Sales. Welche digitalen Kanäle werden genutzt? Welches Budget wird dafür zur Verfügung gestellt? Wie kann die Kundenakquisition, Support und Vertrieb über digitale Kanäle effizienter gestaltet werden? Wie kann der Absatz über digitale Kanäle gesteigert werden? Wie sieht die Social-Media-Strategie des Unternehmens aus?
  • Digitale Produkte und Services: Der CDO ist gefordert, die Potentiale durch Digitalisierung zu identifizieren, und für das Unternehmen zu nutzen. Dazu gehören auch die Entwicklung von neuen digitalen Produkten und Services die zum einen neue Einnahmequellen für das Unternehmen erschließen und zum anderen auch die Kundenzufriedenheit steigern.
  • Big Data: Welche Daten werden im Unternehmen gesammelt und wie werden sie ausgewertet und verwendet?
  • Know-how und Kultur: Welches Know-how muss bei den Mitarbeitern im Unternehmen vorhanden sein, um die Themen intern auch umsetzen zu können? Welche neuen Arbeitsmethoden und Tools können eingesetzt werden, um die Zusammenarbeit im Unternehmen zu verbessern und die digitale Transformation voranzutreiben?

Gründerszene beleuchtet, was zu den Aufgaben eines CDO gehört:

 

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CIO Magazin: Der CDO braucht einen Januskopf

Das CIO Magazin schreibt über die Nachfrage nach Kandidaten für den Posten des Chief Digital Officer (CDO). Die Personalberater von Korn Ferry äußern zeigen dabei auf , das viele Unternehmen noch nicht einmal genau definieren können, wie das Profil eines CDO aussehen soll.

Traumkandidaten für die Position eines Entscheiders in Zeiten der Digitalisierung sind selten, wie Alexander Wink, Senior Client Partner beim Personalberater Korn Ferry, beobachtet. Seine Kunden fragen vermehrt nach Kandidaten, die die Digitalisierung managen können, sagt Wink im Gespräch mit uns. Für Korn Ferry keine einfache Aufgabe. Nicht nur wegen derKnappheit geeigneter Fachleute, sondern auch wegen des Nachfrageverhaltens. „Das Bild eines Chief Digital Officers“ ist noch wenig ausgereift. Mandanten haben da häufig sehr unterschiedliche Vorstellungen“, erklärt Wink.

Das Bild des CDO entwickelt sich erst. Zahlreiche Positionen in Deutschland sind offe, geeignete Kandidaten fehlen.

Ein Grund mehr gerade für mittelständische Unternehmen, über einen Digitalen Beirat nachzudenken, der wichtige Impulse zur Digitalisierung der Unternehmen liefert – und bereits heute eingesetzt werden kann.

McKinsey: ‘Transformer in chief’ – The new chief digital officer

McKinsey über die nicht ganz neue Position des CDO auf der obersten Führungsebene – und über die Frage, was eigentlich genau die Rolle des CDO sein sollte. McKinsey ist sich sicher, dass diese Rolle jedenfalls nicht die Vermittlung von digitalen Kenntnissen und Fähigkeiten im Unternehmen ist. Vielmehr sieht McKinsey die Rolle des CDO als „Transformer in chief“:

The CDO is now a “transformer in chief,” charged with coordinating and managing comprehensive changes that address everything from updating how a company works to building out entirely new businesses.

Die Nachfrage nach CDO Positionen hat sich allein von 2013 auf 2014 mehr als verdoppelt, und der Eindruck ist, dass sich diese Entwicklung in 2015 noch beschleunigt hat.

Kernaufgabe ist des CDO ist, „digitales“ Denken und Handeln in die DNA des Unternehmens einzupflanzen. Er ist vor allem Change Manager:

Yet we’ve found it’s the ability to lead transformation across an organization that is the true indicator of likely success in the role, and that requires a combination of hard and soft skills. Hard skills include the ability to articulate a strategic vision, the means to take on problems by identifying root causes across functions and making the tough decisions necessary to resolve them, experience in “pure play” digital and larger company transformations (typically in the consumer and technology sectors), and the managerial ability to lead and see programs through to fruition.

The importance of soft skills should not be understated: some CDOs estimate they spend 80 percent of their time building relationships. In our experience, successful CDOs have the patience to navigate the complex organizational structures of large businesses; additionally, they collaborate to get buy-in across functions and are able to diplomatically challenge the status quo and solidify relationships with a broad group of people. They also demonstrate leadership and charisma that excites the organization to drive change forward.

Klar ist auch: Der CDO hat die Aufgabe, sich selbst überflüssig zu machen. Ein CDO bringt das Unternehmen auf den Weg, paßt das Geschäftsmodell den Chancen an, die die Digitalisierung bietet – und am Ende steht ein hoch integriertes, digitalisiertes Unternehmen, das keinen CDO mehr benötigt.  Offen läßt McKinsey, ob es diesen idealen Endzustand überhaupt gibt, denn nichts ist bekanntlich so sicher wie der Wandel. Und die Herausforderungen der nächsten Jahre sind kaum abzuschätzen.

Für viele Unternehmen, die heute händeringend nach einem CDO suchen, dürfte es daher naheliegen, die notwendigen Impulse über einen digitalen Beirat schon heute in das Unternehmen zu holen.

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Digitale Transformation: Change – Social – Culture

Alexander Kluge im FAMAB Blog zur Frage, wie neue Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit Unternehmen und Veranstaltungsplanungen beeinflussen:

Digitale Transformation? Unternehmenslenker reiben sich heute verwundert die Augen, wie Unternehmen ohne ein einziges Hotelzimmer die gesamte Hotel-Branche durchrütteln (AirBnB), Mobilitätsdienstleister ohne ein einziges eigenes Fahrzeug das Transportgewerbe revolutionieren (UBER) oder auch Traditionsunternehmen mit zehntausenden Mitarbeitern in die Insolvenz rutschen (KODAK), während ein Startup mit gerade einmal 19 Mitarbeitern die Lücke in der gleichen Branche füllt (Instagram).

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